ADHS-Diagnostik
Ihr Wegweiser zur Klarheit: Fundierte und strukturierte Einschätzung
Anmeldung & Wartezeit
Der erste Schritt ist die Eintragung auf unsere Warteliste. Sobald Kapazitäten frei werden, versendet unser automatisiertes System kurzfristig Terminvorschläge per E-Mail an mehrere Personen gleichzeitig. Der Termin wird an die Person vergeben, die am schnellsten reagiert. Bitte prüfen Sie daher regelmäßig Ihr Postfach.
Zuletzt lag die durchschnittliche Wartezeit von der Anmeldung bis zum Ersttermin bei ca. 12 Monaten. Die Diagnostik wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Die Wartezeit müssen Sie nicht ungenutzt verstreichen lassen: Selbsthilfeangebote stehen Ihnen sofort offen – und das ADHS Bootcamp ist auch ohne Diagnose zugänglich.
Ein klares Bild erstellen
Eine fundierte klinische Diagnostik braucht Struktur. Daher umfasst unser Prozess in der Regel zwei bis drei Termine. Wir stützen uns dabei auf folgende Bausteine, um Ihre Symptomatik objektiv einzuordnen:
- Strukturierte Gespräche: Gemeinsame Analyse Ihrer aktuellen Herausforderungen und Ihrer Vorgeschichte.
- Digitale Fragebögen: Zur Erfassung des Leidensdrucks in verschiedenen Lebensbereichen. Diese füllen Sie bequem zu Hause am PC oder Handy aus.
- Fremdanamnese: Alte Grundschulzeugnisse sind für uns hilfreich, um Ihr Verhalten in der Kindheit objektiv bewerten zu können.
Den roten Faden finden
Im Erstgespräch klären wir zunächst Ihr Anliegen: Warum streben Sie eine Diagnose an? Welche Muster zeigen sich in Ihrem Alltag, und wie sieht Ihre bisherige therapeutische Erfahrung aus?
Unser übergeordnetes Ziel ist es, den „roten Faden“ durch Ihre Biografie zu ziehen. Wir prüfen gemeinsam, wie sich typische Herausforderungen vom Grundschulalter über die Pubertät bis in Ihr heutiges Leben entwickelt haben. In den ein bis zwei Folgeterminen besprechen wir die Ergebnisse der Fragebögen und vertiefen wichtige Aspekte anhand von konkreten Beispielen aus Ihrem Alltag. Oft lässt sich bereits am Ende des zweiten Termins eine verlässliche erste Einschätzung geben.
Bereits diagnostiziert?
Sie haben Ihre ADHS-Diagnose bereits erhalten – zum Beispiel in einer anderen Praxis oder schon in der Kindheit – und suchen jetzt eine Behandlung? Dann ist eine Anschlussbehandlung bei uns möglich: Ihre Diagnose wird anerkannt, Sie müssen die Diagnostik nicht erneut vollständig durchlaufen.
Wurde die Diagnose ausschließlich in der Kindheit gestellt, ist lediglich formal festzustellen, ob die Symptomatik im Erwachsenenalter fortbesteht. Bei weiterhin vorhandenem Leidensdruck ist das in der Regel der Fall und schnell geklärt.
Der Einstieg in die Behandlung führt auch hier über unser ADHS Bootcamp – und bei Bedarf koordinieren wir die medikamentöse Behandlung mit kooperierenden Praxen.
Das individuelle Symptom-Puzzle
ADHS ist so individuell wie Sie selbst. Stellen Sie sich das Syndrom wie ein Puzzle von Schloss Neuschwanstein vor: Jedes Puzzleteil steht für eine bestimmte Eigenschaft. Auch wenn bei Ihnen nicht alle Teile vorhanden sind, lässt sich das Gesamtmotiv durch die Erfahrung unserer Diagnostiker deutlich identifizieren.
Gleichzeitig können Herausforderungen wie Konzentrationsschwächen, Prokrastination oder Reizbarkeit auch andere Ursachen haben – etwa als Folge von Ängsten, depressiven Verstimmungen oder starken Belastungen. Die Abgrenzung, die sogenannte Differentialdiagnose, ist daher essenziell. Wir prüfen im Gesprächsverlauf sehr genau, ob Ihre Beschwerden primär auf ADHS zurückzuführen sind oder ob andere Erklärungsansätze im Vordergrund stehen.
Die Diagnose als Schlüssel
Eine Diagnose bringt oft Erleichterung, ist aber kein endgültiges Etikett. Sie ist vielmehr ein Schlüssel, um das oft langjährige Gefühl, „anders“ zu sein, endlich in einen Kontext zu setzen.
Wir lassen Sie nach der Diagnose nicht alleine. Als idealen nächsten Schritt bieten wir unser ADHS Bootcamp an, um praxisnahe Strategien für den Alltag zu erlernen.
Mehr zum ADHS Bootcamp